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of my life

DDR - Deutsche Demokratische Republik (1949 -1989):

 

Von Sommer 1987 - 1989 jeden Sommer zur Ost-Verwandschaft in die sozialistische Zone auf Sommerfrische ver-zwangs-urlaubt worden. War aber geil.

Nur das Ding mit dem Grenzübertritt, dit war immer so`ne Sache. Muttern kurz vor`m Mauerbau aus`m Osten jeflüchtet hatte di nun voll Panik bei `ner Einreise in die Zone gleich dabehalten zu werden - den Ossis sind ja damals scho `ne Menge sozialistischer Brüder und Schwestern abhanden gekommen, da wär einer mehr drinne nicht schlacht gewesen...

Recht hatte sie, die Gefahr bestand, zumindest, dass es an der Grenze unangenehm wird.

Also wurde die seinerzeit in der Ostzone verbleibenden Schwester eingeladen, Kind mitnehmem auf Besuch. ie urfte ja auch nur kommen, weil die Oma, damals schon 80+ ja nun mal nicht mehr so taufroísch war, da zeigte sich Genosse Stahlkopf großzügig und erteilte erleichtere Ausreise-Bedingungen.

 

So kam ich also einmal im Jahr ins "schwarz-weiß-Land"

.

Erst mit der Bahn zum Grenzübergang Friedrichstrasse, dort wie Labor-Ratten durch ein Labyrinth aus orangfarbenene Trennwänden (die haben bestimmt von oben zugeschaut wie der arme Westbürger sich immer kleiner und kleiner und hilfloser gefühlt hat), dann, am Ende des Labyrinths, nein, nicht der Ausgang, das Grenzer-Highlight... eine winzig kleine Kammer, in der Breite des bisher hinter sich gebrachten Ganges, Tür vorne verschlossen, Tür hinten fiel laut ins Schloss, saß der arme unter Skorbut leidenende (das hätte man an der blassen, ungesunden Hautfarbe schliessen können) Grenzbeamte mit einer Uniform die zu Fürchten oder zum Lachen verleiten sollte und begann das Einreise-Abfrage-Spiel mit höchst motivierter "bad cop"-Mine.

Jo, da mag ich gern zu Euch, Gastfreundschaft wird hoch geschrieben, Willkommensgefühle setzen sich sofort frei, die harte West-Währung wird durch Pappgeld mit Alu-Überzug umgetauscht, ja, man kann sagen, man freut sich auf die exotische Destination, welche hinter der mit Kunststoff beplankten Papptür einen erwartet.

Na, bei soviel Aufwand wird`s wohl das Paradies sein - denkt der geneigte Reisende.

 

Ha, reingefallen! Die Schargen um Honecker & Co wußten damals schon von der Macht der IIlusion - Sigfried & Roy kamen ja auch erst später, mussten wohl noch einiges lernen - aus zwei Dutzend Orangen mach eine - wenn der Funktionär anwesend war...

 

Na ja, das hatte mich damals alles noch nicht so interessiert, ich hab mir nur gemerkt - im Osten haben sie keine Farbe.... und irgendwie hat mich alles, aber auch alles, an die Filme aus den 50 er / 60er errinnert, die (durch nachkollerieren allerdings in Farbe) manchmal gezeigt wurden. Die Kleidung, die Fahrzeuge, der Baustil, alles wie aus einer vergangenen Welt...

 

Und um nicht so zu tun, als wenn alles schlecht und die Ossis nur die billigen Gatrtenzwerge der Wessis - die Zeit am Land war toll, was ich mitbekommen habe war, dass sich die Menschen untereinander viel mehr unterstützt haben als ich es aus dem Westen kannte, dass die da drüben noch kreativ und mit körperlichem Einsatz sich die Dinge gerichtet haben - alles anders als in der damals schon weit fortgeschrittenen West-Industrie-Nation.

Auch Jahre später habe ich oft erlebt, dass "Ossis" mehr kameradschaftliches Verständnis hatten als die meisten Wessies, die ich kannte.

 

Bald fiel die Mauer und die Welt war nicht mehr so, wie wir sie alle kannten....

 

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